Technik und Entwicklung bei der Taschenlampe
Zu den besonderen technischen Entwicklungen bei Taschenlampen gehören vor allem die verbesserten Leuchtmittel und die Nutzung wiederaufladbarer Batterien (Akkus). Ein wenig Technik steckt dann noch im Detail, wenn es um die Schaltfunktionen und zusätzliche Extras geht (Multifunktionstaschenlampen).
Schaltstellungen
Absolute Standardausstattung ist der Lichtschalter bei einer Taschenlampe, mit dem das Licht ein- und ausgeschaltet werden kann. In der überwiegenden Mehrzahl wird hier nach wie vor ein einfacher Druckschalter verbaut. Allerdings hat sich gerade bei den kleinen Taschenlampen sowie bei den Schlüsselanhängerlämpchen die Verwendung eines Drehschalters etabliert. Dabei wird entweder am hinteren Teil der Lampe ein Drehschalter installiert oder ein Teil des Gehäuses kann verdreht werden und schaltet damit das Licht. Drehbar sind dann oft entweder der Deckel des Batteriefachs oder der Reflektorkopf, dem dann aber die Funktion eines verstellbaren Lichtkegels fehlt. Fast ebenso Standard ist mittlerweile eine zusätzliche Schaltfunktion: Das Licht leuchtet nur bei anhaltendem Druck. Diese Funktion übernimmt entweder ein Taster alleine oder der Lichtschalter muss dazu in eine besondere Stellung gebracht werden. Diese Schaltkombination vermeidet, dass die Batterien entleert werden, wenn die Lampe in einer Tasche gegen den Taster gedrückt wird. Bei teureren Lampen gibt es auch Schalter bzw. Schaltstellungen, die zum Beispiel ein gleichmäßiges Blinklicht erzeugen.
Sonderfunktionen
Eine bei Taschenlampen und Stablampen mit punktueller Lichtrichtung sehr verbreitete Einstellmöglichkeit ist die Veränderung des Lichtkegels. Meist kann dies durch Drehen des Reflektorkopfes bewirkt werden. Weitere Sonderfunktionen gehören zum Bereich der Multifunktions-Taschenlampen, wenn zum Beispiel Radio,
Uhren oder Kompass installiert sind.
Leuchtmittel
Noch bis vor wenigen Jahren waren die Glühlämpchen, kleine, für Gleichstrom im Niedervolt-Bereich konzipierte Glühlampen, das fast ausschließliche Leuchtmittel bei Taschenlampen, mal abgesehen von Unterwasserlampen. Seit einigen Jahren weisen aber immer mehr die Halogen- und die LED-Technik den Weg.
Glühlämpchen
Häufig sind die Glühlämpchen auf 1,5 oder 6 Volt ausgelegt und finden in gleicher Bauweise auch bei der per Dynamo betriebenen Fahrradbeleuchtung Verwendung.
Drei-Farben-Taschenlampe
Mit dieser Taschenlampe kann man nicht nur mobil in weißem Licht leuchten, sondern auch in rot und grün Signale senden. Sie werden heute noch als Bundeswehr-Lampen (BW) unter der Bezeichnung CZ verkauft. Als Leuchtmittel ist ein Glühlämpchen im Einsatz, als Batterie eine große 6V-Flachbatterie.
Halogenglühlampe
Unter Verwendung eines Halogens wie Jod oder Brom werden Lichtausbeute und Lebensdauer verbessert.
LED
Leuchtdioden gehören in den Bereich Halbleitertechnik. Seit ein paar Jahren sind Hochleistungs-LEDs auf dem Markt, die die gesamte Lichttechnik revolutionieren. Ihre Vorteile sind die sehr hohe Lichtausbeute bei geringem Stromverbrauch. Darüber hinaus reicht Gleichstrom-Niedervoltspannung zum Betreiben der LEDs. In der Regel müssen mehrere LEDs zusammengeschaltet werden, um dieselbe Lichtstärke zu erreichen wie Halogenglüh- oder einfache Glühlampen. Allerdings verbrauchen sie nicht nur wenig Strom, sondern auch wenig Platz. Im Automobilbau sind LEDs zum Beispiel auf dem Vormarsch, da sie neue Möglichkeiten beim Fahrzeugdesign eröffnen. Zudem glänzen sie bei der Verwendung als Bremsleuchten mit extrem schneller Ansprechzeit. Auch für Taschenlampen sind LEDs ideal. So können kleine Lampen mit hoher Lichtausbeute gebaut werden, die zudem noch sparsam mit dem begrenzten Strom umgehen. Aufgrund der geringen Ausmaße können in eine handliche Taschenlampe auch mal 25 LEDs verbaut werden. Eine entsprechende Schaltung ermöglicht es, je nach Bedarf weniger oder mehr LEDs aufleuchten zu lassen.
Neonleuchte / Leuchtstoffröhre
Auch Neonröhren, also Gaslampen, haben Einzug in den Bereich Taschen- bzw. Outdoorlampen gehalten. Sie sind nicht so kompakt wie Glühlampen oder LEDs, können aber im Camping-Bereich für großflächiges Licht sorgen.
Energiesparlampe
Mit dem Begriff Energiesparlampe werden Kompakt-Leuchtstoffröhren bezeichnet, die durch ihre gebogene Röhre mit dem Platzbedarf geizen und daher alternativ für Hochvolt-Glühlampen eingesetzt werden können. Das Vorschaltgerät kann aber auch so ausgelegt sein, dass der Anschluss von Batterien möglich ist. Diese Technik findet in der Regel bei Camping- und Gartenleuchten Verwendung.
Krypton
Kryptonlampen gehören zu den Halogenlampen, genauso wie Xenon.
Gas-Licht
Zu den Gasentladungslampen gehören die Halogenlampen und Leuchtstoffröhren. Allerdings gab es früher auch Lampen, die statt Petroleum Gas verbrauchten. In einigen alten Wohnwagen gibt es noch derartige Gaslampen. Für den Outdoorbereich werden nach wie vor Lampenaufsätze für Gaskartuschen angeboten. Im Gegensatz zu Petroleumlampen leuchtet bei den Gaslampen ein Glühstrumpf.
Petroleum
Eine Petroleumlampe ist eigentlich nichts anderes als eine Kerze. Wie bei der Öllampe wird hier der Energiespender Petroleum an einem Docht verbrannt. Diese Flamme erzeugt helles Licht, vor allem wenn ein breiter Docht verwendet wird. Die höhere Viskosität von Petroleum gegenüber Öl trägt dazu bei, dass der Brennstoff im Docht wesentlich höher steigt. Die Verbrennung ist deutlich sauberer, die Lichtausbeute höher. Auch heute noch sind Petroleumlampen im Campingbereich sehr beliebt.
Externe Seiten:
Schachcomputer